Mittwoch, 20. Februar 2013

Die Ertüchtigung

Kultureller Natur
Der lone star Staat kann mit vielem aufwarten und der fleißige Austauschstudent hetzt von Austin nach San Antonio und zurück nach San Marcos im Auto und auch im verpassten Bus. Zu wunderschönen ,,alten" Kirchen gesellen sich Geschichtsmuseen und Regierungsgebäude, die in zu großen Schuhen im Eilgang durchlaufen werden, nur um heraus zu finden, dass echt ganz schön wenige Frauen darin sitzen.
Während ich das schreibe, klebe ich mit Sprechverbot am Stuhl eines verrauchten verruchten Lagerhaus, dessen Neonbierreklameleuchten die Spinnenweben in geheimnisvolles Licht tauchen. Jeder Songwriter spiel zwei selbstgeschriebene Lieder und begleitet sich selbst auf der Gitarre. Ein weißhaariger Mann mit Schnurrbart singt über alte Männer, denn auch die brauchen Liebe; Ein anderer, der sich nur durch seine dunklere Gitarre und seinen wohlgestutzen Vollbart von seinem Vorgänger unterscheiden lässt, nennt seine Lieder kaputte Beziehungen. Die Jugend ist etwas gewitzter und setzt unnahbar die Kapuze zum Spielen auf und zieht dramatisch die Nase hoch, bevor er zu singen beginnt.
Die sonst so glücklichen San Marcosianer beschreiben mehr oder weniger gekonnt die Melancholie der Liebe das erdrückende Leben und die verlorene Freiheit. Ab und an rasselt ein Zug vorbei und bringt die Wände zum Tanzen.


Körperlicher Natur
Das Fitnessstudio der Texas State University hat alles, was das Sportlerherz sich wünschen kann und auch alles, worauf ein Moppelchen keine Lust hat. Für alle ohne Höhenangst ist gleich am Eingang eine enorme Kletterwand und daneben noch eine free climbing wall für die, die gern von oben auf Matten fallen. Alle Hallenballsportartenliebhaber werden in den drei Stockwerken das richtige finden und auch für einen Pool war noch platz.
Was mich vom imaginären Hocker reißt sind die kleinen Fernseher über jedem Laufgetät, die den fleißigen Studenten, der an Kopfhörer gedacht hat, mit amerikanischem Fernsehen der etraklasse versorgt. Die RealytyTVShow über reiche Perser in Amerika war mir völlig unbekannt, aber ich habe schon beim Ersten Blick gesehen, dass sie ihre gemachten Brüste nicht vor ihren Eltern verstecken konnte!

Geistiger Natur
...

Des Magens

Burger
Buritos
Tacos
Donuts
Starbugs
Panda Express
Amerikanisches Bier
Frozen Yoghurt und noch so viel mehr, dass es für einen eigenen Blogeintrag reichen wird :)

Ich versuche, es zu beschreiben, aber dieses verrückte Land muss man einfach erleben ;)

Der Student

Wie der Titel bereits andeutet, kann es nicht um mich gehen (wieder einmal das Geschlecht), sondern vielmehr um den allgemeinen Studenten. Mein roommate ist endlich aufgetaucht und hatte gleich drei weitere Asiatinnen im Schlepptau, die ab und an auch ohne sie mal ein Nickerchen in unserem Zimmer machen. Sie ist Vietnamesin, eine andere Koreanerin, eine andere Chinesin und die Vierte mögen sie zurzeit gerade nicht – sie haben aber angekündigt, dass sich das in Zukunft wieder ändern könnte. Da sie so viele Horrorfilme guckt, schläft sie mit Licht  und auch wenn sie aus dem Zimmer geht, tut sie dem Kuschelbären denselben gefallen, sodass ich das Licht öfters mal ausschalte, wenn ich es reflexartig anschalten will. Eine nette, runde Afro-amerikanerin im Zimmer neben mir und eine weitere Studentin aus dem 9. Stock im Zimmer unter mir kennen sie nicht persönlich, wohl aber ihre Geräusche wenn ihr Freund zu Besuch ist. Alle meine Befürchtungen, ein unangenehmes Leben mit einer völlig durchgekanllte Mitbewohnerin zu haben, waren also nicht angebracht. Sie ist richtig lustig. Wenn sie nicht ihre drei Alter Egos hätte, würde sie leider auch so gut wie nie da sein, weil sie einen Freund und ihre Familie in Austin hat. Ihre Kommode prallt vor Klamotten über und das Bett bricht unter dem Hello-Kitty Pink fast zusammen, sie hat riesige Augen und ihr Freund hat ein romantisches Managbild von ihr und ihm gemalt, das hinter der Victoria’s Secret Tasche hängt.

Ein anderer Student ist sowohl in meiner Russische Literatur als auch Film Studien Klasse. Er hat einen Schnauzbart, der den Namen kaum verdient, da er aus ungefähr 15 Haaren besteht. Auch er ist asiatischer Abstammung, hat aber einen großen Fast-Food-Bauch, den er schon fast vor sich her schieben muss. In der Ersten Sitzung Russische Literatur musste er einen Vortrag über Alexander Pushkin halten und gab sich große Mühe, all die Französischen Namen in Queen of Spades richtig auszusprechen, was ich (unwissender Weise) richtig komisch fand. Dann fragte er mich überraschender Weise, wie man das Deutsche Mr. sagte. „Herr!?“ war meine verdutze Antwort und er fuhr fort, über „Höerr Hörman“ zu sprechen. Das fand ich niedlich. Die Angeberin kam in mir durch, als in Chilrden’s Literatur von der Russischen Hexe Baba Yaga gesprochen wurde. Aus hier nicht zu benennenden Quellen weiß ich, die ich zwei Jahre mehr oder weniger Russisch an der Schule lernte, dass man die gute alte Kinderfresserin Baba Jagaa ausspricht. Die geniale und höchst motivierte Professorin des Seminars bestand jedoch darauf, von ihr als Baba Jjaaga zu sprechen. Der Teufel auf meiner linken Schulter setze sich also eine Klugscheißer Brille auf und versuchte, meinen Arm zu überreden, sich zu melden und bat, nach dem das vergeben blieb, einfach meinen Mund, mit ein bisschen Europäischen Fachwissen anzugeben. Zum Glück erschien der hübsche weiße Engel auf der rechten Schulter und zückte seinen Degen zum Duell. Um den langen Kampf kurz zu fassen: in Deutschland könnte ich das vielleicht tun, hier im Land, in dem man „keinen falschen Akzent aufsetzen muss, um Eindruck zu schinden“ (Zitat Nanny Fine, die gestern im Fitnessstudio auf meinem Corsstrainer lief), kann man alle Namen so aussprechen, wie man möchte. Also eben amerikanisch.

Zurück zu dem „Schnauzbartasiaten“. Anfänglich beschuldigte ich einen Studenten, der mit nach ‘Schland kommen wird, er sei ein Angeber. Betrachte ich allerdings mich und den Schnauzbartasiaten, sowie einen Bilderbuchschleimer aus meinen Religionsseminaren hier, so muss ich sagen, dass besagter Austauschangeber, nur mit Dingen prahlt, die er auch wirklich kann. Fällt das Gespräch zum Beispiel auf Kurse, erzählt er, wie sehr er für seine letzte Kurzgeschichte gelobt wurde; spricht man über die Filmindustrie, zückt er eine Anekdote seines letzten Arbeitgebers. Der Schnauzbartasiate, der zu allem Überfluss noch eine Nerdbrille  mit hippen Klamotten kombiniert, eröffnete mir letztens stolz, dass er Französisch spräche und gern einmal nach Europa wolle. Mich an seine herrlich witzige Aussprache von femme de chambre erinnernd zückte ich den mentalen Baseballschläger und nahm maß für den ersten Schlag mit den Worten: „Ich habe in der Schule auch Französisch gelernt…“ „ah oui?“, fragte er. Tamil platze in meinen Kopf und ich konnte nicht auf Französisch kontern. Dass ich die amerikanische Aussprache sehr niedlich fände, sagte ich auf Englisch. Aber es sei ja schließlich für Amerikaner nicht so leicht, in das Land zu fahren und die Sprache zu lernen, verteidigte ich ihn.  Er verlor an Territorium und setzte in gespielt nicht angeberischem Ton hinterher: „Einen Abschluss in Spanisch habe ich auch!“ Das sei ja toll erwiderte ich, ich könne kein Spanisch. Nur ein bisschen Latein, Italienisch und Portugiesisch. Vollkommen übertrieben, ein Semester in irgendeiner Sprache mit „können“ zu titulieren, aber der werte Schnauzbart war mir einfach unsympathisch. Zu meiner Verteidigung kann ich sagen, dass er einer dieser Studenten ist, die das Wissen aus anderen Kursen geschickt zur Selbstbeweihräucherung in den unpassendsten Momenten in eine Diskussion einbringen. Der Autor habe ihn doch sehr an den Naturalismus Flauberts erinnert (ich habe Madame Bovary auch gelesen!!). „Und wie „Jaun Paul Satter“ sagte…“ ruft doch gerade danach, dass man ihn hinterher ein bisschen in die Schranken weißt, oder? 

Unser Gespräch über Sprachen wurde jäh durch das Eintreffen der Dozentin unterbrochen und der gute Engel dankte ihr dafür, während das Teufelchen beleidigt die Abgeberbrille zurück in die Tasche steckte.

Auch wenn hier die meisten Studenten ein bisschen jünger sind, weil sie früher anfangen und ihre Kurse über Inhaltsbesprechungen und offensichtliche Themen nicht hinauskommen, sind Studenten doch überall gleich. Wenn ich die Angeber hier kritisiere, bin ich doch das beste deutsche Beispiel dafür, dass das nichts mit dem Land Amerika zu tun hat. Und wenn ich Kugelbäuche oder peinliche Klamotten abfällig betrachte, kann ich mich der Vergleiche zu deutschen Studenten doch nicht erwehren. Anders und Gleich sind doch auch nur wieder solche Kategorien, die von einer Norm ausgehen, die eigentlich nur ein theoretischer Durchschnittswert ist, der praktisch in den individualisierten Extremen nicht existiert. In dem Sinne gehe ich jetzt wieder als feige Angeberin in meine nächste Class und versuche, auch mal was Sinnvolles beizutragen, anstatt mich nur über die Klugscheißer zu ärgern.

Post Scriptum: hier ein Link zu Rory Gilmores Liste der gelesenen Bücher: http://tookieclothespins.tumblr.com/bookclub

Montag, 11. Februar 2013

Die Orientierung

Königlich genau beschrieb ich gestern abend beim Essen im Pub die Lage der Bundesländer Deutschlands, sowie die der umligenden Länder. Es dauerte auch bloß 1 oder 2 Stunden und die Geographiestudenten lernten eine ganze Menge von meinem Wissen... (ich könnte diese Aussage ironisch meinen).

Hier auf dem Kampus nutze ich meine ausgeprägten räumlichen Fähigkeiten, um mich zurecht zu finden. Während ich bei GrandiaII meine Schwester zu Hilfe hatte und bei Final Fantasi gelernt habe, an der Karte die Himmelsrichtungen abzulesen, hilft mir hier mein eiserner Wille. Ich werde niemandem zeigen, dass ich keinen blassen Schimmer habe, wohin ich gerade gehe. Ich lasse mich schon dazu hinab, den Google Maps Plan aus meiner Handtasche zu holen, aber irgendjemanden zu fragen, wo ich gerade bin, ist dann doch unter meiner Würde!

Natürlich wollte ich gerade in diese Sackgasse laufen! Es war mir ein inneres Bedürfins, den Weg zum Jungsklo einzuschlagen! Was denn sonst!?
Ich hoffe, mit einem sicheren Blick und konstantem Lächeln allen weis zu machen, ich gehörte hier hin und wenn ich drei Mal um die Bibliothek laufen muss, um herauszufinden, wo Westen ist, dann muss das eben sein!

Ein weiterer Trick ist dalang zu gehen, wo alle gehen. Dass ich diesen Ausgang aus dem Gebäude nicht kenne, ist ja egal, dass ich keine Ahnung habe, wie ich zu meinem Wohngebäude komme, auch nicht. Ich gehe als braves Schaf meiner Herde einfach mit der Masse mit und versuche nicht all zu entzückt zu wirken, wenn ich meine Eingangstür dann zufällig finde...

Post Scriptum: meine unsichtbare Zimmergenossing ist immer noch missing in action!

Irgendwie klappt das auch mit der Orientierung auf dem Blog nicht so. Deshalb hier der Link zu meinen Fotos: https://picasaweb.google.com/115519419031823983131/Texas070213
 

Sonntag, 10. Februar 2013

The Snuffleupagus

Das Unsichtbare

Mr. Snuffleupagus ist ein Elefant aus der Sesamstraße, den nur der gelbe Vogel Big Bird sehen kann. 

In erster Linie meine ich damit meine Zimmernachbarin. Wie berichtet war sie in der ersten Nacht nicht da, was ich ziemlich klasse fand, da sie nicht von mir geweckt werden musste. Sie hinterließ mir eine Hello Kitty Note am Kühlschrank (mit einem Hello Kitty magneten befestigt!) und teilte mir mit Herzchen-unter-Ausrufungszeichen mit, dass sie erst am nächsten Morgen da sein würde.   Ich erwartet bei jeder Person, die an dem Abend und an dem morgen an meiner Tür vorbei gingen, dass es mein roommate sein würde. Als ich aufwachte, war sie nicht da. Resigniert ging ich mit den andren zu einem genialen Frühstück und erwartete, sie bei meiner Rückkehr zu treffen. 
Dementsprechend schnell hetzte ich auf mein Zimmer und fand ihren Laptop auf dem Bett, sowie ein riesen rosa Kissen. Holms Beweisführung 1: Sie existiert (Kühlschranknotiz). Holms Beweisstück 2: Sie benutzt das Zimmer (Laptop). 

Ich hatte sie verpasst. Der restliche Tag war verplant und erst gegen Abend betrat ich wieder das Zimmer. Keine Mitbewohnerin, keine Änderungen in der Anordnung ihrer Sachen, bis auf die Schublade, die ein bisschen offen stand. Als ich vom Essen in der Nacht zurückkehrte, fiel sie mir erst an der Tür wieder ein! Aber die Tatsache, dass ich aufschließen musste, dämpfte meine Hoffnung. 

Samstagmorgen.- kein Zeichen von Hello Kitty Snuffleupagus. Ich antworte auf ihren Kühlschrankgruß am Kühlschrankgruß in rosa. - Programm am Nachmittag. Pause - Zimmer – kein roommate. Aber ihr Laptop war weg!! Holms Beweisstück 3: Sie war da! Samstagabend: Grillen auf der Ranch mit allen, die am Austauschprogramm teilnehmen. Rückkehr um 2 Uhr morgens: Kein Snuffleupagus-roommate. DOCH! Sie hatte eine neue Notiz an den Kühlschrank geheftet!! Holms Beweisführung 4: Hin und wieder ist sie in ihrem Zimmer. In einem anderen Rhythmus als ich! Entweder ist sie unsichtbar, oder selten da! 

Dum spiro spero! Ich warte auf Montag! Dann wird sich zeigen, ob sich mein Snuffleupagus zeigen wird!


Darüberhinaus meine ich damit die Regeln, nach denen Kultur funktioniert. Zurückhaltende, prüde Amerikaner aus dem Süden, die alle Waffen besitzen wollen und jeden Tag in die Kirche gehen... Jedem ist offensichtlich klar, was mit Vorurteilen und Verallgemeinerungen passiert... 
Definitiv sind die Texaner in San Marcos zurückhaltend und mega freundlich! Aber sie reden nach ein, zwei Bieren genauso über Hitler, Geschlechterrollen, Waffenbesitz und Gesellschaft wie alle anderen Menschen auch! Und sie reflektieren kritisch und betrachten sich selbst und andere genauso möglichste wertfrei wie ich es von mir selbst erwarte.
Es wäre schön, wenn alle Vorurteile wie Mr. Snuffleupagus wären. Sie begleiteten einen unsichtbar und man könnte sie unauffälig ablegen, wenn sie sich als falsch erweisen. Aber Vorurteile (so wichtig und unausweichlich sie auch sind) sind wie ein neonfarbender Blog Heftnotzien, die man für jeden sichtbar mit sich herumträgt und andere bemerken sie spätenstens dann, wenn man peinlich berührt das völlig unpassende adjektiv wieder von ihrer Stirn reißen möchte, das man mit so viel selbstsicherheit genau dort selbst quitschgrün plaziert hat.

Freitag, 8. Februar 2013

Das Flug


Der Titel mag jetzt verwirrend erscheinen, ist er auch. Im Deutschen richtet sich das Geschlecht nach dem letzten Substantiv im Wort. Der Flug. Das Flugabenteuer. Das Flugabenteuergeschehen. Der Flugabenteuergeschehensbericht. Die Flugabenteuergeschehenberichtserzählung. Nach Flug folgt also ein Neutrum.

Es begann beim Einchecken. Mein dritter Flug war sich zu fein, um auf meinem Gerät zu erscheinen und weigerte sich auch, ausgedruckt zu werden. Kein Problem, das ein Schalterangestellter nicht lösen könnte. (Das Flughindernis)
Es ging weiter mit der skurrilsten Gestalt, die ich bis jetzt an einem Flughafen gesehen habe. Er hatte grau rote, gelockte Haare, ein bisschen wie der Komiker Atze, und keinen Bart. Außerdem hatte er einen Rasierer in der Hand, den er bereits benutzte, als wir durch den Sicherheitscheck zum Gate gingen. Er rasierte sich rrrrrrrrsssssgrrrhthhhh rehhrsssssssrrrrrrruuummmmrrrr seinen nicht vorhandenen Bart während er auf sein Flugzeugt wartete. Das hatte allerdings Verspätung. Unsere Wartezeit wurde durch seine Rasiermusik begleitet... (Das Flugfabelwesen)

Von Amsterdam nach Atlanta.
Was braucht man für einen Transatlantikflug? Neue Kinofilme oder Tetris auf dem Bildschirm am Sitz vor einem. Check! Nette Stewardess, die einem dauernd Getränke bringen. Check! Snack gegen den Hunger? Check! Warmes Essen? Check! Zweites warmes Essen? Check! Eis zwischendurch? Check. … (Das Flugfressen)
„Ralph reitcht’s“ ist ein lustiger, niedlicher nicht ganz so schwarz-weißer Disney Film. „Hotel Transsilvanien“ ist quasi das gleiche mit Monstern. „Tic Tack Toe“ ist gar nicht so einfach, wenn man müde ist und sich nur auf die niedlichen Maskottchen neben dem Spielfeld konzentrieren kann. Da weinte meiner wieder… (Das Flugkino)

Durch die Grenzkontrolle zu kommen war gar nicht so einfach. Für unseren Aufenthalt in Texas brauchen wir kein richtiges Visum, das Waver Programm reicht. Allerdings muss man auch da eine Adresse angeben und wir gaben kollektiv die Adresse eines Professoren hier an. Unseres unbekannten, guten Bekannten, der uns von unserer Dozentin genannt wurde. Echte Studierende brauchen natürlich ein Visum und deswegen spitzen die Grenzbeamten ihre Ohren, sobald sie „University“ hören. Ich gehe also mit Noreen zu dem sympathisch aussehenden Beamten, der sich zu sich winkt. Wie wir zusammengehörten, fragt er. „friends“ Woher wir uns kennen würden? Wen wir besuchen wollen? Woher wir ihn kennen würden? Warum wir nach Texas wollten? (musste ich darauf unbedingt antworten, dass ich die Fernsehserie „Dalles“ gern schaue, die ich noch nie im Leben gesehen habe? Dummes Sarah) Na gut, wir durften durch. Unsere Fingerabdrücke wurden noch gescannt. Die anderen hatte sich an anderen Schlangen angestellt, damit wir nicht als Gruppe Aufmerksamkeit weckten. Doch die anderen kamen einfach nicht hinterher. Unser Flug wurde von Gate B 27 zu B 29 gelegt. Von da nach B 32. Aber die anderen kamen nicht hinterher. War etwas vorgefallen? Ja! Ein Sicherheitsbeamte wollte Dinge wissen wie ob man eine Kreditkarte dabei habe. Und ob man die beiden anderen kennen würde, die auch nach Texas wollten. Ob man Zigaretten oder Alkohol hätte. Und eine wurde doch tatsächlich in einen Verhörraum geführt, weil nach der Meinung des Beamten 600 $ ohne weitere Kreditkarte nicht genug für 4 Wochen Texas sein. Aufregung pur. Unser Anschlussflug hatte zum Glück schon eine Stunde Verspätung, als endlich wieder Menschen unserer Gruppe zu uns stießen.
(Das Flugeinreiseabenteuer)

Um 2:28 lag ich endlich im bezogenen Bett und konnte wie ein echter Mensch schlafen. Im Liegen. Mit Decke. Nur ein bisschen Licht fiel durch die Spalte unter der Tür in mein kleines Kämmerlein. Um 9:30 würden wir uns zum Frühstücken treffen. Also stellte ich meinen Wecker auf 8:00. Um 7:30 war ich hellwach. Meine Mitbewohnerin ist immer noch nicht wieder gekommen. In Deutschland ist es 14:30. Auch echt eine doowe Zeit, zu schlafen! (Das Flugproblem)

Sonntag, 3. Februar 2013

Die Vorbereitungshürden

1. Wie komme ich aus diese blöden Bildunterschriftmenü wieder raus   
auch procrastination genannt ist diese Phänomen der Ursprung vieler toller Sachen .   




2. Wieso ist meine Ausrichtung hier überall so doof. 3. Wieso kann ich kein anderes Bilderalbum mit meinem Blog verbinden? 4. Ach menno, das ist alles doof!    



Sonntag, 11. November 2012

Die Zusage

Freitag Abend kam eine eMail, die mir zusagte, für das Texas Austauschprogramm der Uni Hannover ausgewählt zu sein. Im Februar 2013 werde ich mit 11 anderen Hannoveranern vier Wochen lang an der San Marcos Universität in Texas studieren und das amerikanische Studentenleben (er)leben. Angefangen beim Wohnheim, über ,,echtes" fast food bis hin zu noch zu definierenden Besonderheiten der so Klischee beladenden Texanern möchte ich die interessantesten, kuriosesten oder auch erschreckendsten Erlebnisse auf diesem Blog teilen.

Hin und wieder zurück, nochmal, ganz anders.