Manchmal kann ich das Essen nicht erwarten und manchmal habe ich dann doch keinen Hunger, wenn ich es sehe. Für die richtige Schreibweise kann ich nicht garantierten. Es folgt eine Liste indisch alltäglicher Köstlichkeiten.
* Idly (am Morgen und am Abend): den halben Tag gemahlener Reis mit ebenfalls den halben Tag gemahlenen kleinen kleinen Bohnen, die keine Sojabohnen sind, aber so aussehen. Mit wenig oder zu viel Salz. Über einem Wasserbad gegarte Bällchen.
* Dosai (am Morgen und am Abend): Teig s.o. nur gebraten wie einen Pfannkuchen. Hat irgendwie mehr Geschmack. 60% seltener als Idly. In meinem zu Hause jedenfalls.
* Idiappam (am Morgen und am Abend): Teig - keine Ahnung, irgendwas aus Reismehl. Schneeweise Nudeln, die wie Idly mit Wasserdampf gegart werden. Mit Zucker und frischen Kokusnussraspeln zu genießen. 40% seltener als Idly.
* Appam (am Morgen und am Abend): Köstlichkeit, die mit Kokusnussmilch und Zucker verspeist wird. Aus dem Idiappamteig, der mit einem Hügel in der Mitte gebraten wird. Leider 90% seltener als Idly.
* Chapatti (eigentlich eher am Abend): von manchen verpönt, von mir geliebter Pfannkuchen ähnlicher Fladen, der vielleicht aus anderem Mehl gemacht wird und bei uns viel zu dick gebraten wird. Allerdings macht meine «Mammi» Ragama die besten Chapatti der Welt (da bin ich mir sicher). Es schmeckt mehr nach Brot als alles andere in Süd Indien (Pondycherry ist eine Ausnahme, die Bäckereien dort kopieren europäisches Brot mit mittlerem Erfolg – sie sollten sich auf Croissants beschränken). Zu Chapatti isst man oft Samba, eine leicht flüssige Gemüsesauce mit großen, weich gekochten Gemüsestücken. Manchmal und weil wir es so lieben halb so häufig wie Idly.
* Buri (eigentlich eher am Morgen): Teig s.o. nur frittiert. Zu Buri isst man eine Kartoffelsauce (Potatosamba), ich bevorzuge Marmelade. Das ist mein Statement! Buri ist 60 Mal seltener als Idly.
Jetzt bin ich verwirrt und kann mit Stochastik nichts mehr anfangen. Ist es jetzt Prozent oder Häufig oder alles ein Anteil der Gesamtmenge?
Meinem geistigen Verfall könnte entgegen wirken, dass ich mich täglich zwischen drei oder mehr Sprachen bewege und versuch, die eine zu lernen. Der Konjunktiv ist Absicht. Die Welt verblödet unaufhaltsam, das ist mein Statement.
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